21.05.2026: Pilatusfliegen
- vor 4 Tagen
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Autor: Mirco Mengucci

Als frischgebackener Pilot – ich fliege erst seit zwei Jahren und habe mein Brevet seit Mai 2025 in der Tasche – war der majestätische Pilatus schon immer mein ganz grosser Traum. Entsprechend riesig war die Vorfreude, und ich habe diesem magischen Donnerstagabend regelrecht entgegengefiebert.
Doch als ich dann oben am Startplatz stand, schlug mein Herz plötzlich bis zum Hals. Kein spürbarer Aufwind, verdammt wenig Platz zum Anlaufen – und in meinem Bauch machte sich dieses ungemütliche, mulmige Gefühl breit: Schaffe ich das hier wirklich? In genau diesem Moment zeigte sich, was unseren Club ausmacht: Die grossartige, ruhige Hilfe von Luca beim Auslegen und die aufmunternden, motivierenden Worte von Manuela vertrieben die Zweifel im Nu. Ein tiefer Atemzug, die Leinen kamen auf Zug, und dank der beiden wurde es ein absolut perfekter, sauberer Start!
Was dann folgte, war pure Schwerelosigkeit und Gänsehaut. Die Luft trug fantastisch! Ein paar sanfte Thermikbärte liessen mich direkt auf die Höhe des Kulms aufsteigen. Den Pilatus plötzlich aus dieser Perspektive zu sehen – Auge in Auge mit den Felswänden – war einfach überwältigend und schlichtweg grossartig.
Im Hinterkopf hatte ich noch die gut gemeinten Warnungen meiner Fliegerkollegen: „Pass auf, dass du nicht zu tief an der Krienseregg ankommst, sonst schaffst du es nicht raus!“ Also verabschiedete ich mich schweren Herzens vom Kulm und zog weiter Richtung Luzern. Doch meine Sorgen wegen der Höhe verflogen so schnell wie der Fahrtwind: Sowohl über der Fräkmüntegg als auch auf dem Weg nach Kriens schenkten mir immer wieder sanfte, thermische Ablösungen ein paar extra Höhenmeter. Es war ein einziger Genuss.
Über dem Landeplatz angekommen, ging es an die Planung. Linksvolte? Rechtsvolte? Da ich der Erste in der Luft war, dachte ich mir mit einem Schmunzeln: „Gut, ich mache den Luftraum auf und fliege es einfach so, wie es für mich am sichersten ist und am meisten Sinn macht.“ Nach einer wunderbar sanften, butterweichen Landung stand ich wieder auf der Wiese – überglücklich und mit einem breiten Dauergrinsen im Gesicht. Das Abenteuer „Erster Pilatusflug“ war geschafft!
Ein riesiges, von Herzen kommendes Dankeschön an Manuela für die tolle Organisation und die super Betreuung sowie an dich, Luca, für deine tatkräftige Unterstützung am Startplatz. Ihr habt diesen Meilenstein für mich unvergesslich gemacht.
Eines steht fest: Beim nächsten Pilatus-Fliegen stehe ich ganz sicher wieder als Erster in der Reihe!








Ganz toller Bericht, Mirco! Ich fühle mich gerade zurückversetzt in meine Anfangszeit, als ich im August 88 auch an der genau gleichen Stelle stand! Ich mag mich noch genau erinnern, dass ich es sehr ähnlich empfunden habe. Ausser dass das Material noch einiges bescheidener war und die Gleitzahl liess nur einen Flug nach Alpnach zu. 😉